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Schloss Rheinweiler

Quelle: 900 Jahre Rheinweiler, Festprogramm der Gemeinde Bad Bellingen, 1998
Schloss Rheinweiler
Schloss Rheinweiler

1417 (24. April): Der Ritter Hans Ludemann von Rotberg kauft mit lehnsrechtlicher Bewilligung des Kaisers u. a. Burg (Schloss) und Burgstall zu Rheinweiler mit Äckern, Matten, Reben, anderen zugehörigen Rechten und Lehen vom Probst des Klosters St. Alban zu Basel. Sie bestand damals aus Wohnhaus, Kapelle, Wirtschaftsgebäude, Kraut und Baumgarten und war mit Mauer und Graben umgeben. Die Mauerreste, die noch heute hinter dem Gasthaus zum „Sternen“ zu sehen sind, dürften zu den Grundmauern dieser Burg (Schloss) gehört haben.1676: Das Schloss, es soll 365 Fenster gehabt haben, wird von den Franzosen niedergebrannt und zerstört.1685: Das abgebrannte Schloss wird aufgeteilt auf Bernhard von Rotberg einerseits und Georg (Johann) Jakob Christoph von Rotberg sowie seine Brüder Ernst Friedrich und Franz Daniel von Rotberg anderseits.

Schloss Rheinweiler 1715: An Stelle des alten Schlosses werden nebeneinander zwei einfache Gebäude errichtet. Durch Verheerungen und Einquartierungen im Zusammenhang mit den Feldzügen Napoleons 1. war das Schlossgut Rheinweiler zu Beginn des 19. Jahrhunderts außerordentlich verschuldet. Die Not wurde zur kaum noch tragbaren Last als 1813 der Schloss- und Grundherr, Freiherr Friedrich August von Rotberg starb und seine Gemahlin, Freiin Pauline Waldner von Freundstein, mit neun Kindern allein um den Erhalt des Familienbesitzes kämpfen musste. Die Rettung kam durch die Heirat des Generals Graf Johann von Rapp am 12. Jan. 1816 mit der Tochter des 1813 verstorbenen Schlossherrn, der Baroness Albertine Charlotte von Rotberg. General Graf Johann von Rapp übernahm am 9. Aug. 1817 für 121.165 frcs das Schlossgut und rettete es für den Familienbesitz. 1908 werden die beiden getrennt stehenden Gebäude durch den „runden“ Zwischenbau miteinander verbunden.

Schloss Rheinweiler
Schloss Rheinweiler

Schloss Rheinweiler heute 24. Apr. 1928: Der Landkreis Lörrach erwirbt das Schloss und baut es zu einem Altersheim um.

15. Sept. 1928: Eröffnung des Kreisaltersheims. Das Altersheim versorgt sich mit eigenen Erzeugnissen aus der Landwirtschaft.

1939: Übergang der Trägerschaft des Heimes auf den Landkreis Müllheim.

1940: Das Kreisaltersheim erwirbt einen landwirtschaftlichen Betrieb. Aufgrund der Kampfhandlungen muß das Heim evakuiert werden. Das Schloss erleidet durch Artilleriebeschuss schwere Schäden.

Anfang 1944: Rückkehr der Heimbewohner.

November 1944: Erneute Evakuierung der Heimbewohner.

1945: Rückkehr der Heimbewohner.

1951: Erneuerung des Daches und der Außenfassade, Wiederaufbau des zerstörten Nebengebäudes

1955: Der landwirtschaftliche Betrieb musste wieder verkauft werden, da die Kosten für die Bewirtschaftung in keinem Verhältnis zum Ertrag standen.

ab 1965: Systematische Erneuerung der Innenräume

Januar 1973: Im Zuge der Kreisreform fällt das Heim wieder dem Landkreis Lörrach zu.

1974-78: Grundlegende Sanierung des Schlosses.

1.1.1998: Die Pflegeheime des Landkreises Lörrach in Weil am Rhein, Wiechs und Rheinweiler werden als Eigenbetrieb Pflegeheime des Landkreises Lörrach organisiert.

Oktober 1998 – Dezember 1999: Umbau des Pflegeheims

5. Februar 2000: Das Pflegeheim Schloß Rheinweiler nimmt seinen normalen Betrieb wieder auf.

Heute verfügt das Pflegeheim Schloß Rheinweiler über 45 Einzelzimmer sowie 6 Doppelzimmer, eine Erweiterung auf 68 Pflegeplätze ist in Planung. Als zusätzliche Leistungen werden die Tagespflege, der Ambulante Dienst sowie Essen auf Rädern angeboten.

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